Sysruption. Schon wieder so ein neues Wort ?
Ja. Aber eines, das wir ziemlich dringend brauchen. Der Begriff verbindet System und Disruption.
Denn viele Veränderungen scheitern nicht daran, dass Menschen und Organisationen „nicht wollen“. Sie scheitern daran, dass das System selbst die falschen Antworten produziert.
- Mehr Regeln bei steigender Komplexität.
- Mehr Planung bei wachsender Volatilität.
- Mehr Kontrolle bei zunehmender Unsicherheit.
Auf den Punkt gebracht: Wir versuchen, die Zukunft mit Werkzeugen zu beherrschen, die für eine andere Welt gebaut wurden. Genau das nenne ich #Sysruption: Wenn nicht einzelne Prozesse gestört sind, sondern die Logik des Systems selbst zum Problem wird.
Dann hilft kein weiteres Change-Projekt mit hübschem Maßnahmenplan und keine erhöhte Lautstärke beim Ruf nach Transformation.
Stattdessen müssen wir fragen: Welche unserer bisherigen Denk- und Steuerungslogiken tragen eigentlich noch?
Darüber schreibe ich auch in meinem neuen Buch und biete die 4V Denklogik an: Verstehen, Verorten, Verändern, Vergnügen.
Denn manchmal braucht es keinen neuen Hammer. Sondern die Erkenntnis, dass nicht alles ein Nagel ist. (frei nach Watzlawick)